5 Tipps zu mehr Freude und Erfüllung

Kannst du es morgens kaum erwarten aufzustehen und deinem Beruf nachzugehen? Oder hast du eher einen „Brotjob“, der dein finanzielles Einkommen sichert? Weisst du tief in dir drin, dass du mehr von dem tun möchtest, was du gerne tust?

 

Dich für deine Berufung zu öffnen und dich dem zu widmen, was du liebst, kostet Mut und manchmal verspüren wir auch Angst vor dem Unbekannten und dem Risiko, das Gewohnte aufzugeben. Aber einen neuen Weg zu beschreiten heisst nicht, dass du von heute auf morgen alles hinschmeissen musst. Dein neuer Weg darf liebevoll und unterstützend sein.

 

Die Berufung zu kennen und zu leben ist ein wichtiger Teil unseres Glücks und eines Gefühls von Erfüllung (und dabei musst du deine Berufung nicht gleich zum Beruf machen).

 

Gleichzeitig ist der Weg der Berufung meistens derjenige mit den grössten Herausforderungen – paradox, nicht? Er erfüllt uns, aber er fordert uns auch heraus. Denn in den Herausforderungen stecken die grössten Wachstumschancen – und unsere Seele möchte, dass wir wachsen. Der Berufungs-Weg zeichnet sich durch innere und äussere Schritte aus. Wenn wir an eine Blockade stossen, ein altes Glaubensmuster aufdecken oder uns Zweifel plagen, ist dies ein deutliches Zeichen, uns mit dem auseinander zu setzen. Dadurch kann es heilen, wir wachsen und sind bereit für den nächsten Schritt. Doch was, wenn wir nicht wissen, was der nächste Schritt ist?

Tipp 1: Nicht wissen wohin, wie und wann

Nicht wissen, was man will, wann und wohin es gehen soll, ist anstrengend und demotiviert uns. Es ist eine Herausforderung, mit diesem Zustand des Nicht-Wissens umzugehen. Wenn wir uns verändern, bröckeln alte Strukturen, wobei die Neuen oft noch nicht ganz da sind. Wir fühlen uns in diesen Momenten vielleicht orientierungslos und glauben, dass wir feststecken.

Dagegen ankämpfen oder in blinden Aktionismus zu verfallen bringt nichts. Manchmal geht es einfach darum, das anzunehmen, was ist – auch wenn wir keine Ahnung haben, was „das“ ist. Geduld kann man üben (das weiss ich aus eigener Erfahrung sehr genau ;-). Beispielsweise, indem du im Wald oder irgendwo in der Natur nur mit dir alleine bist. Beobachte deine Gedanken und Gefühle, nimm einfach wahr, was ist. In dir und ausserhalb von dir. Ohne dich abzulenken, ohne in Gedanken abzuschweifen oder etwas tun zu wollen. Lass es einfach durch dich hindurchfliessen, wie deinen Atem, und sei nur mit dem, was ist. Ohne zu bewerten oder etwas verändern zu wollen. Einatmen, ausatmen – alles sortiert sich neu und der Impuls wieder aktiv zu werden, kommt automatisch.

Tipp 2: eigene Talente erkennen

Kostet dich das, was du tust, viel Energie oder schüttelst du es locker aus dem Ärmel? Manchmal sind unsere Talente so selbstverständlich für uns, dass wir sie selber gar nicht wahrnehmen. Talente müssen auch nicht unbedingt super aussergewöhnlich sein: Schick den Gedanken, dass du nichts Besonderes bist, gleich in die Wüste. Denn in jedem Menschen steckt etwas Einzigartiges, aus dem etwas noch Grösseres wachsen kann.

 

Mit den folgenden Fragen kannst du herausfinden, wo deine Talente verborgen sind:

  • Frage dir nahestehende Menschen, was sie finden, dass du gut kannst, worin du super bist.
  • Für was machen dir andere Komplimente? Dort wo du Lob erntest, steckt meistens ein Talent.
  • Wofür bewundern oder beneiden dich andere? Auch dort liegen deine Talente.
  • Wenn du einen Kongress zu etwas veranstalten könntest, egal welches Thema, was wäre es dann?
  • Was tust du, sobald du ein bisschen Freizeit hast? Was lässt dich vor lauter Vorfreude nicht schlafen?
  • Mit welchen Gegenständen hast du gerne zu tun?
  • Was hast du bereits als Kind super gerne gemacht und gut gekonnt? Als Kind folgen wir unserem Herzen und träumen ohne Grenzen. Wir folgen ganz natürlich unseren angeborenen Begabungen, weil sie Spass machen.

 

Du kannst immer wieder zu diesen Fragen zurückkehren und Antworten sammeln. Mit der Zeit kristallisieren sich deutlich deine Talente heraus, aus denen auch erfolgversprechende Berufe entstehen können.

Jetzt, wo du deine Stärken kennst, konzentriere dich darauf, mach mehr davon und zweifle nicht daran! Wir schauen gerne auf das, was wir noch nicht können, anstatt vermehrt zu erkennen, worin wir bereits richtig gut sind. Unsere Schwächen zeigen sich oft genug und es fehlt uns nie an der Möglichkeit, an diesen zu arbeiten. Aber unsere Berufung liegt dort, wo unsere Stärken liegen: Nimm sie wahr und sei stolz darauf.    

Tipp 3 : Tu' mehr von dem, was dich glücklich macht

Etwas vom Wichtigsten ist, tief in deinem Inneren wahrzunehmen, was dich glücklich macht, was dir Spass bereitet. Denn diese Freude treibt dich an und sorgt für die nötige Motivation. Ich nenne es auch gerne mein feu sacré, mein heiliges Feuer, das in meinem Inneren brennt.

 

Vielleicht fallen dir nicht viele Dinge ein, die du gerne tust? Dann kannst du auch umgekehrt anfangen und dich fragen, was dir überhaupt keinen Spass macht. Denn auch auf diesem Weg kommst du oft zu den Dingen, die dir Freude bereiten.

 

Diese Fragen führen dich auf die Spur von dem, was du gerne tust:

 

  • Wann hast du das letzte Mal eine Arbeit mit richtig viel Elan und Begeisterung erledigt und was war das?
  • Wann warst du das letzte Mal mit einer Tätigkeit so beschäftigt, dass du die Zeit vollkommen vergessen hast?
  • Stell dir vor, du hast bei Euro Millions den Jackpot abgesahnt: Was würdest du mit diesem Geld machen? (z.B. deinen eigenen Beauty Salon eröffnen, deine eigene Kleiderkollektion entwerfen, eine Weltreise machen …)
  • Welche Menschen inspirieren dich und wer hat das schon, was du auch gerne erreichen möchtest? Biografien zu lesen oder über diese Menschen zu recherchieren kann inspirierend sein. Falls Neid aufkommt, zeigt uns das, wo bei uns noch ein Mangel besteht und wofür wir uns jetzt öffnen dürfen, weil wir es wert sind!
  • Wie ist es für dich, deinen Mitmenschen zu helfen? Wie fühlst du dich dabei und wobei unterstützt du sie gerne?

Und wenn du weisst, was du gerne tust, dann tue unbedingt mehr davon! Entfache dein feu sacré, schüre es und bringe die Flammen deiner Freude zum Lodern.    

Tipp 4: Ängste überwinden

Vielleicht kommst du an den Punkt, wo du dich entscheidest: Will ich meine Tätigkeit als Hobby behalten oder als Beruf integrieren? Das ist der Moment, in dem du aktiv wirst:

  • äusserlich: Was sind meine ersten Schritte? Behördenkram, Webseite erstellen, Wunschklienten definieren, Social Media und allgemeine Kommunikation, online oder physisch, nebenbei das sichere Einkommen generieren
  • innerlich: Ängste und Selbstzweifel überwinden, konsequent dranbleiben, sich selber motivieren, alte Glaubensmuster lösen, sich mit der Veränderung anfreunden (und schauen, wie das Umfeld reagiert) 

Dies ist häufig der Moment, wo Menschen aufhören. Wo es vermeintlich einfacher ist, im Altbekannten zu bleiben. Aber frage dich dann:

  • Da wo ich jetzt bin: Bin ich hier glücklich und werde es die nächsten Jahre sein, wenn sich nichts verändert?
  • Wo könnte ich in 3 Jahren sein, wenn ich jetzt anfange und konsequent dranbleibe?
  • Wie wirst du dich fühlen, wenn du den ersten Schritt gemacht hast?
  • Wer kann dich bei diesem Projekt unterstützen und motivieren?
  • Erinnere dich an eine Situation, als du schon einmal aus deiner Komfortzone herausgekommen bist und etwas gewagt hast: Wie hat sich das angefühlt? Was hast du daraus gelernt?
  • Was ist das Schlimmste, das passieren könnte, wenn du es versuchst?

Tipp 5: Zwischen sicherem Hafen und Aufbruch ins Abenteuer

TUN und anfangen ist wichtig, trotzdem brauchst du nichts zu überstürzen. Es gibt keinen Grund, dein altes Leben über Bord zu werfen. Gewisse Sicherheiten helfen dir, deine Berufung entspannt anzugehen.

 

Behalte beispielsweise einen Teilzeitjob, um deine Fixkosten zu decken oder reduziere deine Vollzeitstelle, damit du mehr Zeit für dein eigenes Business hast. Deine Berufung in die Tat umzusetzen, geschieht in kleinen Schritten. Du brauchst nicht den ganzen Berg auf einmal zu bezwingen. Setze dir kleine Zwischenschritte mit zeitlicher Deadline und vielleicht sogar einer To Do Liste, wenn du gerne erledigte Dinge abhakst.

 

Lass dich nicht von Kleinigkeiten ablenken: Die perfekte Webseite hat nicht oberste Priorität und 3 Stunden Facebook-Recherche wird dich nur deprimieren. Vergleiche dich nicht mit anderen. Halte vor allem am Anfang deinen Blick auf dich gerichtet und bleib bei dir und deinem Weg: Schritt für Schritt.

 

Lass dich unterstützen: Suche dir einen Coach oder einen Mentor, der dich motiviert, wenn du es selber nicht mehr schaffst oder tue dich mit anderen zusammen, die auch gerade ihr eigenes Business starten.

 

Deine Stärken zu kennen und zu leben bereitet Freude, erfüllt dich und kann – wenn du das möchtest – ein erster Schritt in deine Selbständigkeit sein. Mehr von dem zu tun, was du gerne tust, ist für jeden von uns möglich! Und wenn du auch mit den 5 Tipps noch nicht genau weisst, wie und wo du anfangen sollst, interessiert dich vielleicht mein Online-Kurs „Tu’ nur noch, was du gerne tust“ – coming soon!

 

Ich wünsche dir viel Freude und Mut auf deinem Weg!

 

Von Herz zu Herz

 

Nadine

 

 

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