Silvestererfahrung, sensibles Reh und rastlose Beine

Hast du manchmal rastlose Beine? Spürst du einen inneren Druck, der sich Luft schaffen möchte? Oder kennst du eine Unruhe, die dir den Schlaf raubt?

 

Falls du eine dieser Fragen mit ja beantworten kannst, ist dieser Artikel für dich sicher interessant. Seinen Anfang nahm er am 31. Dezember – in einer lauten Silvesternacht. Schon seit ich ein kleines Kind bin, mag ich keine lauten Geräusche. Zuknallende Türen, ratternde Geräte oder andere laute Geräusche sind für mich nervlich eine echte Zerreissprobe. Ebenso geht es mir mit Feuerwerk.

Mit lautem Knall

Am Silvester war ich bei Freunden zu einem gemütlichen Abend – eine „Feuerwerk sichere Sache“, dachte ich mir. Falsch gedacht. Kurz vor Mitternacht stürmten alle nach draussen ins Quartier, um sich das immense Feuerwerk anzusehen. Rund um uns herum hat es sicher 45 Minuten lang geknallt, geböllert und eine Explosion jagte die nächste.

Seit wann ist Silvester verflixt nochmal fast so schlimm wie 1. August?? Ich habe mich wie ein verschrecktes Reh neben einem Auto zusammen gekauert und mir die Ohren zugehalten. Ein Panikgefühl kam auf, ich wollte bloss weit wegrennen und konnte mich doch keinen Millimeter bewegen. Dramaqueen, denkst du dir? Mimose? Hochsensibel? – "Meine Reaktion auf laute Geräusche", antworte ich.

 

Was das genau mit dem inneren Druck, den rastlosen Beinen und dem geraubten Schlaf zu tun hat? Geduld, ich komme dazu. Um es zu erklären, muss ich allerdings ein bisschen ausholen.

Als ich noch ein Kind war, hat mein Körper nach Extremsituationen (vor allem emotionaler Art) mit einer Art „Schütteln“ reagiert. Es sah wohl ein bisschen aus wie ein epileptischer Anfall, nur ohne den Schaum vor dem Mund. Mein ganzer Körper hat unkontrolliert „geschüttelt“ und meine Arme und Beine haben oft wild gezuckt. Die Ärzte gaben mir Medikamente (logisch!), aber ich selber mochte dieses Schütteln. Ich wusste instinktiv, dass danach alles wieder gut ist, auch wenn es für andere schlimm aussah.

Angestaute Emotionen und ihre Auswirkung

Irgendwann hat das aufgehört. Ich dachte, mein Körper habe eine andere Art der Entladung gefunden. Doch in den vergangenen Monaten, als ich immer häufiger unter rastlosen Beinen litt, habe ich mich intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt. Und ich glaube, dass viele meiner angestauten Emotionen in meinem Körper, insbesondere meinen Extremitäten, festsitzen.

 

Die letzten Monate vom 2017 waren für mich eine grosse Herausforderung. Ich musste mich von meinem Stiefgrosi und meiner Mama verabschieden, war mit Sterbebegleitung konfrontiert und dem Berg an To Dos, die nach einem Todesfall anstehen. Die Zeit, um all die Bilder, Emotionen und Informationen zu verarbeiten, haben schlicht gefehlt. Irgendwann wurde ich nicht nur krank, sondern mein Körper hat mit rastlosen Beinen reagiert. Einem unangenehmen Ziehen und Kribbeln in den Beinen, das es unmöglich macht, still zu liegen. Ich musste meine Muskeln permanent anspannen oder stundenlang durch meine Wohnung tigern. Vielleicht kennst du dieses unangenehme Gefühl?

Häufig treten diese Symptome bei Eisen- oder anderem Vitaminmangel auf. Doch mein Körper war rein medizinisch – bis auf die Grippe – komplett gesund.

 

Weder Yoga Nidra, noch Unmengen an Baldrian oder intensive Sporteinheiten haben etwas genützt und auch medizinischen Ursachen wurden für meine rastlosen Beine ausgeschlossen.

  • Was genau ist das?
  • Was möchtest du mir sagen, lieber Körper?
  • Wie kann ich dich unterstützen?
  • Wie können wir mit Leichtigkeit eine Veränderung herbeiführen?

Mit diesen Fragen habe ich mich nach innen gewandt. Keine leichte Aufgabe. Endlich ruhig zu werden, hinzusehen und hinzuspüren hat viele angestaute Emotionen zum Fliessen gebracht. Und ich habe ein Mittel gefunden, das mir besonders geholfen hat.

Schüttel dich!

Ich habe mein ‚kindliches Schütteln’ quasi imitiert. Ich habe begonnen, meine Arme und Beine auszuschütteln. Manchmal wild, manchmal ganz sanft, immer auf meinen Körper und seine Impulse horchend. Je mehr ich in mich hineingespürt habe, desto mehr angestaute Emotionen habe ich gefunden.

  • Jedes Mal, wenn meine Nachbarn ihre Haustüre mit einem lauten Knall zuhauen, macht mich die Rücksichtslosigkeit unendlich wütend, aber ich halte mich zurück (nettes Bitten hat bisher nichts gebracht).
  • Jedes Mal, wenn mich jemand angeschrien und mich als Blitzableiter benutzt hat, habe ich den Drang wegzulaufen, unterdrückt.
  • Jedes Mal, wenn ich Angst oder gar Panik verspürt habe, bin ich zu Eis erstarrt und irgendwie nie mehr so richtig aufgetaut.

Das Ausschütteln meiner Arme und Beine, meinem Körper die Erlaubnis zu geben, Angestautes bewusst wieder fliessen zu lassen, sind ein Anfang, um meine Unruhe und den inneren Druck zu verringern. Spüre einmal in deinen Körper hinein, was sich angestaut hat und was erlöst werden möchte? Welche Bewegungen fühlen sich gut an? Was braucht dein Körper, um Angestautes wieder in Fluss zu bringen?

Zusammen entspannen

Falls du das gerne unter Anleitung tun möchtest, findet am Montag, 5. Februar, mein magical miracle Podcast zum Thema „inneren Druck erlösen“ statt. Du kannst kostenlos unter diesem Link um 20.00 Uhr live teilnehmen oder dir die Aufzeichnung unter meinen Podcasts später anhören.

 

Ich gehe dabei noch näher auf die Ursachen dieser angestauten Emotionen ein und zeige dir einfache Möglichkeiten zur Entspannung.

 

Alles Liebe für dich und mit viel Entspannung!


Herzlichst

Nadine

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Gabriel (Donnerstag, 01 Februar 2018 08:46)

    Was toll hilft ist die KUNDALINI Meditation von OSHO !

  • #2

    Nadine (Donnerstag, 01 Februar 2018 09:06)

    Guter Tipp, danke dir, Gabriel!