Weshalb mich vollgestopfte Busse morgens nicht mehr stören

Letzten Mittwoch, 07.01, mein Bus zur Arbeit. Die Türen öffnen sich schnaufend und ich quetsche mich in eine Ecke des bereits überfüllten Fahrzeugs. Wir haben 20 Minuten und mindestens 7 weitere Haltestellen vor uns. Kommt dir das bekannt vor? ;-)

 

Die junge Frau links von mir quasselt lautstark in ihr Handy – der Typ vom Wochenende hat sich immer noch nicht bei ihr gemeldet! – und schlägt dabei mit ihren manikürten Nägeln klackernd an die Scheibe. Irgendwo in meiner näheren Umgebung wabern Zwiebel- und Knoblauchdüfte um die eigepferchten Fahrgäste. Ich versuche, meinen Kaffeebecher näher an meine Nase zu bringen. Gar nicht ganz einfach.

 

Ich erzähle dir gleich, wie solche Situationen nicht schon morgens den Tag verderben.

Der Umgang mit Menschenmengen

Der Bus kommt mit quietschenden Bremsen zum Stehen und ich sehe einen Mann mit einem grossen Koffer an der Haltestelle stehen. „Bitte nimm den nächsten Bus“, flehe ich, als sein Koffer auch bereits über meine Füsse rollt. Tief einatmen, denke ich, als mir die Zwiebel-Knoblauch-Welle wieder in die Nase steigt. Früher wäre für mich eine solche Fahrt der absolute Horror gewesen. Die vielen Menschen, die Gerüche, Geräusche, die Enge: ich hätte aussteigen müssen! Ich hätte es nicht ausgehalten, so nahe bei fremden Menschen zu stehen und auch wahrzunehmen, wie ihr Gemütszustand gerade ist, ob sie eben Streit hatten oder total genervt sind. Heute weiss ich, wie ich mit solchen Situationen umgehe.

Ich habe gelernt, meine intensive Wahrnehmung zu akzeptieren. Der Drang, sie abzustellen wie eine Kaffeemaschine, überkommt mich nur noch sehr selten. Im Gegenteil, heute nutze ich meine Hochsensibilität bewusst, um mein Leben reicher und erfüllter zu gestalten.

 

Natürlich mag ich den vollgestopften Bus am frühen Morgen immer noch nicht – wer mag das schon! Aber ich habe meine Tricks, damit umzugehen. Einer davon ist, dass ich mich ganz auf mich selbst konzentriere:

  • Kann ich den Boden unter meinen Füssen wahrnehmen?
  • Wie fühlen sich meine Beine und meine Arme an?
  • Wo im Körper nehme ich den Stress wahr, den diese Situation auslöst? 

Vielleicht ist es ein verkrampfter Magen, eine Enge in der Brust oder ein Kribbeln in den Beinen. Es ist ein Lauschen nach Innen, weg vom Lärm im Aussen. Sanft leite ich meinen Atem an die verkrampfte Stelle. Mein Atem ist der Fluss des Lebens und wie Wasser spült er Atemzug für Atemzug den Stress weg. Wie ein klärender Fluss fliesst er durch mich hindurch und nimmt alles mit sich, was mir nicht gut tut. Wärme und Entspannung breiten sich aus und ich bin ganz bei mir.

 

Ein weiterer Vorteil dieser Übung ist, dass die Busfahrt wie im Flug vergeht :-)

 

Nervst du dich auch manchmal im Stossverkehr? Oder fällt es dir schwer, mitten in grossen Menschenmengen zu sein? Laute Geräusche zu ertragen? Oder überfordert dich deine intensive Wahrnehmung auf eine andere Art? Besuche mich am 5. Mai 2018 zum Vortrag „Hochsensibilität als Superpower – Nutze die Kraft deiner Wahrnehmung“.

Ich zeige dir, wie du deine Wahrnehmung nicht als Last empfindest, sondern für dich nutzt. Keine Sorge wegen des Begriffs: Auch wenn dir "Hochsensibilität" nichts sagt oder du nicht weisst, ob du hochsensibel bist oder nicht - um den Begriff geht es mir nicht. Sondern darum, dir einen neuen Blickwinkel und spezielle Werkzeuge zu zeigen, wie du mit intensiver Wahrnehmung umgehen kannst.

 

Alles Liebe für dich und mit viel Entspannung.

 

Herzlichst

Nadine

 

 

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